Julia
Mein 3. Kind - Julia hat uns am Anfang ganz schöne
Sorgen gemacht. Sie kam aufgrund einer vorzeitigen Plazentalösung und
Blasensprung in der 35 Woche zur Welt. Allerdings ohne Kaiserschnitt, denn
die Plazentalösung wurde erst nach der Geburt festgestellt. Dass sie
keinen Sauerstoffmangel hatte, ist wohl ein Riesenglück.
Trotzdem verlief nicht alles nach Plan. Sie musste
beatmet werden und war die ersten Tage sehr empfindlich. Ich habe von
Anfang an abgepumpt, doch die ersten Tage bekam sie nur Infusionen. Nach
einigen Tage wurde dann mit Muttermilch per Sonde begonnen und im Laufe
einiger Tage bekam sie dann die Flasche mit Muttermilch. Sie war aber sehr
trinkfaul. Sämtliche Stillversuche Im Krankenhaus scheiterten. Neben mir
stillen die Mütter ihre viel kleineren Frühchen, aber mein Baby wollte
nicht trinken. Sie hat aber auch sehr schlecht aus der Flasche getrunken,
darum kam sie erst nach 19 Tagen nach Hause.
Da gab es dann für 3 Tage das Doppelprogramm. Zuerst
abpumpen und dann im Fläschchen füttern. Ewig - stundenlang. Nach 3
Tagen war ich so fertig, dass ich meine Tochter vor die Wahl stellt:
entweder Brust essen oder ich stelle auf Flaschennahrung um. Ich hab sie
also wieder mal angelegt. Und was geschah? Sie saugte wie eine
Weltmeisterin. Viel besser als an der Flasche. Fortan gab es nur mehr
Stillmahlzeiten. Mir war klar, dass sie jetzt groß genug war zu stillen.
Ich habe Julia 6 Monate voll gestillt und stille jetzt -
sie ist 9 Monate - noch immer ziemlich viel. Sie ist keine begeisterte
Beikostesserin, aber ich denke, sie wird instinktiv schon wissen was sie
braucht. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie noch gestillt werden
möchte, ich lass mich überraschen.
Ich möchte allen Frühchenmüttern Mut machen. Bleibt
hartnäckig und probiert öfter mal. Und noch was. Wenns in der Klinik
nicht klappt, nicht aufgeben. Ich dachte auch, es muss ja klappen, nachdem
ich schon 2 Kinder erfolgreich gestillt habe, und trotzdem ging es erst zu
Hause.
Astrid aus Österreich
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