Langzeitstillen

Code-Wort für das  Stillen von Kleinkindern

komischerweise benutzt Theo das hier in Spanien geläufige Wort TETA wenn er stillen will. Obwohl ich ausschliesslich deutsch mit ihm spreche, war es eins der ersten Wörter, die er gelernt hat. Meist klettert er gleichzeitig auf meinen Schoss und schiebt mir den Pullover hoch. Sei kurzem stille ich ihn fast nur noch zu Hause aber sobald wir durch die Wohnungstür kommen heisst es MAMMATETATHEOOOOO.

Ausserdem muss ich regelmässig seine Puppe "Bebi" und diverse andere Spielzeuge stillen. Er bringt sie mir ganz liebevoll, sagt "Teta" und macht Schmatzgeräusche mit dem Mund. Aber nach spätestens 20 Sekunden reisst er sie mir aus dem Arm und dockt sich an, um zu testen, ob für ihn auch noch etwas übrig ist...

Vicky mit Theo *30-10-00


 

Nina sagt immer "heia", wenn sie stillen möchte. jeder außenstehende denkt dann, das arme Kind ist müde und will ins bett. Nina will heia natürlich nicht nur im bett, sondern wo's ihr grade einfällt. wahrscheinlich nennt sie es so, weil sie damit auch einschläft.

Gruß, Ulrike mit Nina (7/99)


Ria benutzt gar kein Codewort. Sie sagt einfach "Miich" für "Milch". Kuhmilch ist auch "Miich". Wenn sie anfängt, mich auszuziehen und dazu "Miich" sagt, weiß ich daß sie stillen möchte. Oder wenn sie abends ins Bett geht und ich das Schlafzimmer verlassen möchte. Manchmal geht´s ohne, meistens ertönt jedoch ein "Miich".

Liebe Grüße

Kirsten mit Ria (6/99)

PS: Ich fühle mich eigentlich nicht "langzeitstillend". Ich denke eher, daß andere Kinder verfrüht abgestillt wurden und deren Mütter kurzzeitstillend waren.


Wolfgang hält die flache Hand vor den Mund und sagt "Nana!". Manchmal macht er auch nur das Zeichen, manchmal sagt er nur "Nana". Und manchmal stellt er sich einfach an den Schreibtischstuhl vor dem Computer und jammert. Das ist auch eindeutig, da ich fast nur vor dem Computer stille :-)

Meistens aber verschwindet er in der Arbeitsecke, stellt sich an den Computer und fordert energisch "Nana!"! Absolut unmißverständlich und ich gehe gerne darauf ein, da es mir ein wenig Zeit zum Surfen oder Mails lesen oder was immer gibt. :-))

Auch im Moment schreibe ich einhändig...

Friederike und Wolfgang (11/99) 
http://www.s-line.de/homepages/bradfisch 


Meine Tochter hat immer "die Eine", für die eine Seite und "die Andere" gesagt, wenn sie meinte, aus der ersten Brust käme nicht mehr genug Milch. Mit zunehmendem Alter sagte sie dann einfach: "Mama, ich will jetzt Brust". Klar und unmissverständlich.

Mein Sohn ist da schon variabler. Erst hat er gar nichts gesagt, sondern nur mit den entsprechenden Gesten, wie am Pullover ziehen, oder Reißverschlüsse öffnen, zu verstehen gegeben, dass er trinken möchte. Dann sagte er "Namna" zu seiner Brust. Einige Wochen später hieß sie dann "Namni". Kurze Zeit darauf "Namni-Namsberg" und im Moment hat sich für "Namnamni" entschieden.

Mal sehen, was ihm noch so einfällt.

Viele Grüße und viel Spaß beim Namen zusammentragen.

Sandra F.


meine Tochter Stella (39 Monate alt) sagt seit ihrem zweiten Lebensjahr zum Stillen "Me-Me" (oder Mehmeh - ich weiß nicht recht, wie ich's schreiben soll). Inzwischen lautet die "genauere Bezeichnung" "Me-Me machen", und die Brüste selbst heißen "Me-Mes". Wenn sie an einer fertig ist, sagt sie: "Andere Me-Me". Praktisch an der Bezeichnung ist, dass es für Uneingeweihte wie "Mama" klingt. Wenn sie also nach ihrer "Me-Me" jammert, wundert sich keiner darüber... 

Natürlich kann sie inzwischen auch "Stillen" sagen, tut es aber fast nie. Ein bestimmtes Zeichen haben wir nicht. Bin mal gespannt, was die anderen Kinder so sagen!

 Liebe Grüße Cordula mit Stella (1/98)


Robert kam wohl auf 'Heia' übers Schlafengehen. Er legt sich inzwischen auch demonstrativ quer auf meinen Schoß und flötet ganz süß heia heia. Oft ist ihm auch wirklich nach Schlafen zumute, aber manchmal auch eigentlich nur nach Stillen. Das hat mich am Anfang etwas irritiert. Erst sagt er 'Heia' und hüpft dann nach dem stillen zufrieden und hellwach von meinem Schoß. Das hat eine Weile gedauert, bis ich seine Sprachverwirrung kapiert habe.

Susi und Robert (8/99)


Wir haben seit ca. einem halben Jahr das Wort "amm" für stillen. Hergeleitet von "auf den Arm wollen", weil er ja immer auf den Arm wollte zum Stillen. "Auf den Arm wollen" vermittelt er mit Armen hoch halten, damit es keine Verwechselungen gibt. Mittlerweile sagt er auch oft "auf", damit ich die Jacke oder den Pullover aufmache, manchmal auch "hoch" und schiebt mir den Pullover hoch. Er will manchmal auch auf dem Schoß liegen zum stillen, wobei er dann wenn er die Seite wechseln will "rum" sagt - für "rumdrehen". Meine Brüste heissen "bubu", die Brustwarze auch "amm".

Ich hab bei der Festlegung auf das Wort "amm" schon ein bißchen manipuliert, indem ich es auch selbst benutze. Der Hinweis aus dem Buch "Wir stillen noch" hat mir gut gefallen, dann kann es nicht so schnell "peinlich" werden.

Mathis ist jetzt 22 Monate alt und stillt "nach Bedarf" immer und überall.

Silli, Mama von Tine(9.77) und Mathis (6.99) 
Oma von Saskia (3,99)


Ruth(4) und Judith(1) sagen Mimi. Ich hab das bei Ruth eingeführt, weil ich gern wollte, daß sie sagen kann, wenn sie trinken will. Es war dann auch ihr erstes Wort. Judiths erstes Wort war Mama, aber das zweite ist auch Mimi. Hab erst kürzlich in Wir stillen noch gelesen, weshalb ein Codewort noch angebracht wäre. 

Die Kinder meiner Freundin sagen übrigens Bubu. 

Ulrike M.(36)


Camille (2,5 Jahre) sagt immer "Naschen". Als Baby sagte sie immer "nana", auch für's Essen. Wenn sie bei mir auf dem Arm war, zupfte sie auch immer am Pullover und versuchte ihn hochzuschieben. Sie stillte sich dann auf der einen Seite, um dann lautstark die "ander" einzufordern. Dann habe ich bei Franziska gelesen, dass ihre Tochter "naschen" sagte. Also sagte ich Camille immer, wenn sie sich stillte : "jetzt naschst Du". Sie hat das ganz schnell übernommen und von sich aus "naschen" gesagt. Ich find's lustig. Wenn sie es in der Öffentlichkeit sagt, meinen die Leute immer, sie wolle etwas Süsses.

Sabine D. mit Camille (7/98)


Eigentlich fragte ich Miriam immer , ob sie trinken wolle (in Hinblick aufs Stillen )- nun sagt sie , wenn sie trinken will :"Trinken !" Möchte sie aber Wasser trinken , so sagt sie :"Wassa!"

Dieses Codewort verstehen die Leute (außer meine engere Familie ) trotzdem nicht , sie denken immer , dass sie eben Wasser trinken will - hihi !


David sagt immer "Momo", wenn er stillen möchte. Wenn er dann mit einer Seite fertig ist, sagt er "alle" und "andere" und nach der zweiten Seite zieht er sorgfältig meinen Pullover wieder runter. Da müssen dann manchmal sogar die Stillgegner grinsen.

Liebe Grüße, Claudia mit David (5/99)


Mattis ( 20 Mon.) nimmt meine Hand, zieht mich zu seinem Bett( zwei Matratzen auf dem Boden), und fragt: "Stillen??" 
Gruß Anni

Mein nach 3 1/2 Jahren abgestillter Sohn Robin hat irgendwann in seinem zweiten Lebensjahr ein Wort für das Stillen erfunden, das außer in der Familie von niemandem verstanden wurde: "Anni-anni". Das hat sich aus dem "Seitenwechsel" beim Stillen ergeben, er wollte eigentlich sagen: "Jetzt bitte die andere Brust". Inzwischen stille ich seinen jüngeren Bruder (4 1/2 Monate) und ich bin mal gespannt, ob er diese Bezeichnung übernehmen wird ...

Viele Grüße Oda


Katharina, 17 Monate hat irgendwann einmal "dudu" fürs stillen eingeführt, vielmehr habe ich dieses Wort aufgenommen. Zur Zeit tippt sie immer auf meine Brüste, dann frage ich sie, ob sie dudu machen möchte. sie lacht dann immer. Mal sehen, wie das sich so weiter entwickelt.

Grüße von Heike


Tobias nimmt Augenkontakt auf, schmatzt dann ziemlich laut und zeigt mit der
Hand auf meine Brust. MIt "Geheimwort" ist da also nicht so viel. :-)
Aber das ist auch in Ordnung so. Wenn er zufällig auf meinem Schoß sitzt,
begibt er sich auch direkt in die richtige Stilllage.

Anette mit Tobias 8/99 und drei Größeren

 

 

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© Elke Vogt, "ichstille.de" 2000 - 2002  -  Anregungen und Ideen an info(at)ichstille.de 
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