Iris
Mein Mann und ich wollten von Anfang
an, dass unser Baby bei uns schläft, weil es zum Stillen am praktischsten
ist und wir uns nicht vorstellen konnten, ein kleines Baby allein in ein
anderes Zimmer zu legen - wir hätten unser Kind zu sehr vermisst.
Unsere Iris kam am 12.02.1999 um 20.40 abends zur Welt,
und am nächsten Tag bin ich bereits nach Hause gegangen, da ich im
Krankenhaus die nötige Ruhe zum Stillen vermisste. Zu Hause schlief Iris
vom ersten Tag an bei uns. Dadurch war das nächtliche Stillen äußerst
unkompliziert. Wenn Iris Hunger hatte, musste sie nicht lange nach mir
schreien, denn ich war beim ersten Ächzen wach und konnte sie sofort
stillen.
Anfangs brauchte Iris viel Körperkontakt, sie ist nicht
einmal neben mir eingeschlafen, sondern nur auf meinem Bauch. So habe ich
mich mit ihr auf meinem Bauch hingelegt und konnte so weiterschlafen. Ich
musste sie nur selten in den Schlaf wiegen.
Tagssüber schlief sie immer dort, wo wir uns gerade
aufhielten, zuerst im Körbchen des Kinderwagens, später auf dem Sofa.
Abends schlief sie entweder bei uns im Sofa ein, oder wir sind zu dritt
ins Bett gegangen. Wenn wir das Licht ausgemacht haben, ist sie auch mit
uns eingeschlafen. Ihren Tag-Nacht-Rhythmus hat sie sich
höchstwahrscheinlich von uns abgeschaut: sie wird morgens gegen 8 wach,
wenn wir auch aufstehen müssen und wird abends gegen zehn müde. Zu ihrem
Mittagsschlaf ungefähr um zwölf legt sie sich entweder selbst hin, oder
sie fordert "schlafen haben".
Das Familienbett hat uns so manches Schlafproblem
erspart. Wir mussten uns keine Gedanken machen, ob unser Kind alleine
einschlafen kann. Das lernte Iris mit der Zeit von selbst. Dadurch, dass
sie auch tagsüber in unserer Nähe schläft, ist auch der Mittagsschlaf
nie ein Problem gewesen. Wenn das Kind müde war, ist es einfach
eingeschlafen.
Iris schläft auch mit zweieinhalb noch bei uns, und
bisher fühlen wir uns mit dieser Situation sehr wohl. An Selbständigkeit
und Selbstbewusstsein mangelt es ihr nicht, und irgendwann wird sie den
Schritt zu mehr Selbständigkeit machen und aus dem Elternbett ausziehen.
Diesen Schritt wollen wir ihr, ebenso wie das Abstillen, selbst
überlassen. Wir haben es immer als sehr schön empfunden, unser Kind auch
nachts bei uns zu haben und werden es bei weiteren Kindern wieder genauso
machen.
Liebe Grüße
Britta Nowak
[ Nach oben ] [ Weiter ]
|